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Camping boomt und baut Brücken

Camping in Tirol hat Tradition und eine große Zukunft. Fuhren früher vorzugsweise die fahrenden Völker aus Europas flachen Norden in die sonnigen Berge, so machen sich mittlerweile immer mehr Italiener und Spanier auf den Weg und suchen in Tirol die erholsame Sommerfrische. „Die Tiroler Camping-Betriebe haben in der jüngsten Zeit viel investiert, um dem Gast noch mehr Komfort zu bieten“, sagt Reinhard Haslwanter, Berufsgruppensprecher in der WK und selbst meist mit dem Wohnwagen unterwegs.

In Tirol gibt es 90 Camping Plätze. Der einsternige Standard beginnen mit dem Abstellplatz unterm Apfelbaum und an der Spitze der Skala bieten 5-Sterne-Plätze private Waschräume, Tennisplätze, Restaurants, Streichelzoos und Badelandschaften – was besonders Familien im Urlaub brauchen für ihr Glück. Dazu zählen ab der nächsten Saison erstmals auch die „Tiroler Hütten“: Kleine Blockhäuser mit allen Attributen des Gastlandes: Blumenkästen, Giebeldach und Verande für Gäste und Alpenglühen.



„Wenn Camper von Freuden besucht werden, können wir den Gästen zukünftig eine zünftige Unterkunft bieten“, sagt Haslwanter. Er möchte auf seinem Holiday Camping in der Leutasch zwischen 10 und 20 Hütten errichten. Dabei dient der Bau der Hütten als Investition in den Winter, denn die Zahl der Winter-Camper steigt stetig. Aber zurück zum Sommer, der diese Saison wieder viele entspannte Gäste bringt in eigenen Betten auf vier Rädern.

„Das liegt am Bewusstsein der Urlauber: Camper reisen langsamer und erleben den Urlaub intensiver. Dabei ist es egal, ob sie mit einem Wohnwagen anreisen, im Wohnmobil oder mit Fahrrad und Zelt in der Satteltasche“, sagt Haslwanter. Er kennt alle Typen, spricht fünf Sprachen und ärgert sich wie seine Kollegen eigentlich nur über die Go-Box. Gespanne über 3,5 Tonnen werden wie Lastwagen zur Kasse pro Kilometer gebeten. „LKWs verdienen Geld, Touristen aber bringen welches,“ sagt Haslwanter und hofft auf eine baldige Korrektur des Maut-Gesetzes.

Doch Camper sind im Herzen kleine Trucker. Sie scheuen weder Nebenstrecken noch Pässe und verstehen den Weg als Ziel. Die meisten vagabundieren von Platz zu Platz und lernen so Tiroler kennen. „Fragt ein Gast nach einem schönen Platz, kann ich ihm eine große Auswahl nennen, denn unsere Branche kooperiert optimal,“ sagt Haslwanter.






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