Alpenzoo: Eröffnung Alpenbock Info-Station

Am Montag, 29.06.20 wurde die Alpenbock Info-Station im Alpenzoo Innsbruck, nahe dem Zoo-Restaurant ANIMAHL feierlich eröffnet. Hier können sich ab sofort Besucher über das „Artenhilfsprojekt Alpenbock“ erkundigen. Ein übergroßes Modell des blau-schwarzen Käfers wurde vom Holzkünstler Markus Pineider gefertigt. Neben dieser spielerischen und besonders für Kinder gedachten Modellinstallation gibt es eine Informationstafel zum Lebensraum, Lebenszyklus, Vorkommen und zur Gefährdung des Alpenbocks.

Zoodirektor Dr. André Stadler erklärt: „Wir haben fünf große Stämme von Bergahorn und Buche aufgestellt, in denen sich Larven des Alpenbocks entwickeln und hoffentlich auch in den nächsten Jahren schlüpfen. Ziel des Vorhabens ist es, die Alpenböcke an geeigneten Standorten bei uns in Tirol wieder auszusetzen und somit den Bestand zu schützen.“

Alpenböcke sind gefährdet, da ihr natürlicher Lebensraum kaum noch existiert. Ihre Entwicklung erfolgt fast ausschließlich im Totholz von Laubholz. In Tirol gibt es noch vereinzelt Vorkommen von Alpenböcken.

2019 initiierte der Alpenzoo das Projekt zum Schutz dieser Käferart, das in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Karwendel, den Österreichischen Bundesforsten, dem Land Tirol Abt. Umweltschutz und der Naturkundlichen Sammlung der Tiroler Landesmuseen, dem Schloss Tratzberg und dem schwedischen Zoo Nordens Ark durchgeführt wird.