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Golden Roof Hiking

Gigi Ahrer ist in Innsbruck kein Unbekannter. Gigi war 20 Jahre Inhaber des "Road-In" am Hauptbahnhof und handelte dort mit Motorradbekleidung. Der boomende Internethandel und die großen Ketten setzten ihm als Einzelunternehmer so zu, dass er das Geschäft aufgab. Heute macht er das Gegenteil von Internethandel, er vermittelt Naturerlebnisse. Quasi "offline", direkt von der Stadt, vom Innsbrucker Wahrzeichen, dem "Goldenen Dachl" aus!

Gigi, wie bist du auf diese Idee gekommen?

Nach dem Ende von "Road-In" habe ich die Bergwanderführerausbildung gemacht und die Prüfung absolviert. Ich wollte damit nach 25 Jahren am Berg mein Hobby zum Beruf machen.

Dein neuer Betrieb, "Golden Roof Hiking", zeichnet sich durch eine spezielle Idee aus?

In meiner ersten Saison als Wanderführer fiel mir auf, dass die Gäste durch Bustransfers zum Ausgangspunkt enorm viel Zeit verlieren. Somit war Wandern und Hiken für Gäste, die um 13:00 oder 14:00 Uhr wieder in Innsbruck sein wollten, kaum möglich. Daher ist meine Idee, den Gästen in kurzer Zeit so viel Bergerlebnis wie möglich zu vermitteln. Das weltbekannte "Goldene Dachl" stellt hierbei den prominenten Ausgangspunkt dar. Egal, ob bei der kurzen Foto-Tour über den Alpenzoo auf die Hungerburg oder bei der "Top of Innsbruck" Tour auf das Hafelekar mit rund 1.800 Höhenmetern, alles wird zu Fuß gestartet und dann erwandert. Der Rückweg erfolgt mit der im Preis inkludierten Bahn.

Was unterscheidet dein "Golden Roof Hiking" von anderen Wanderprogrammen?

Prinzipiell ist das Wandern ganzjährig möglich, da die Forstwege auf der Nordkette fast immer begehbar sind. Es können bei mir aktive Stadttouristen mit normaler Sportbekleidung und Sportschuhen teilnehmen. Und es gibt bei mir keine Mindestgruppengröße: Ich wandere auch mit nur einem Gast! Das bedingt auch eine kurzfristige Planung, "Heute buchen-Morgen wandern" ist möglich. Der Gast ist in der Regel kurz nach Mittag wieder im Hotel - mit dabei ein Rucksack voller Erlebnisse.

Es fällt auf, dass bei deinen Fremdsprachen auch Thai und Chinesisch aufscheinen. Woher kommt das?

Ich bin viel herumgereist und habe auch zwei Jahre in Asien gelebt. Die Sprache, die Kultur und sehr viele Menschen dort sind ein wichtiger Teil meines Lebens geworden. Chinesisch lerne ich jetzt seit einem Jahr. Die individuell reisenden Gäste aus Asien nehmen zu, sie wollen etwas Anderes, etwas Besonderes erleben.

Wie siehst du die Zukunft mit deinem neuen Projekt?

Die ersten Touren waren sehr erfolgreich, meine Gäste sehr zufrieden. Mir macht es großen Spaß, eine Idee kreativ zu entwickeln und zu sehen, wie sie wächst. So habe ich beispielsweise auf meiner Facebook Seite ein 4-sprachiges Video, das bis jetzt über 6.000 Mal aufgerufen wurde.



Redakteur: Bernhard Schösser
Fotos: Gigi Ahrer, Bernhard Schösser