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CD Review: Axxis - Monster Hero

Axxis ist eine der Bands, die man auf Anhieb erkennt. Spätestens dann, wenn der Gesang von Fronter Bernhard Weiß einsetzt. Der Erstling "Kingdom of the Knight", 1989 als das bestverkaufte Debütalbum einer deutschen Rockband aller Zeiten ausgezeichnet, kann immer noch als Meilenstein des Melodic-(Hard-)Rock bezeichnet werden. Die Eingängigkeit und der Ohrwurmcharakter ihrer Musik haben Tradition und bieten klare Wiedererkennung. Auch 2018 legen Axxis großen Wert auf feine Refrains, Chöre und packende Melodien.
"Monster Hero", der 15. Longplayer der Band aus Dortmund, erfreut den Hörer schon mit dem gleichnamigen Opener: Der Titeltrack groovt rockig dahin und hat einen einprägenden Refrain. Ein gelungener Einstieg!

"Living as Outlaws" ist eine der technisch schwierigeren Nummern des Albums, sehr rockig, ein treibendes Riff, der Refrain ist klasse, cool! Der mitreißender Rocker "Rock is my Religion" und das etwas softere, keyboardbetonte "Love is gonna get you Killed" sind typisch und unverkennbar Axxis! "Glory of the Brave", fast eine Powermetal-Nummer, drückt ordentlich auf das Gaspedal, fein! Auch "Make me Fight" offenbart ein knackiges Riff und hat Potential, das noch vorhandene Haupthaar im Takt zu schütteln.

Song Nummer sieben, "Gonna be Tough" und das schnellere "Firebird" schaffen es ebenfalls ansatzlos in die Gehörgänge und Gehirnwindungen der Hörer. "We are Seven", ein mittelschwerer Stampfer, und "Give me good Times" finde ich persönlich dann weniger packend, irgendwie "von der Stange". Dafür punkten dann "All I want is Rock" (trotz mäßig intelligentem Songtitel, dafür aber interessantem Songaufbau!) und die Uptempo-Schlussnummer "The Tragedy of Mr. Smith" wieder richtig. Über die zwei Bonustracks "Rock is my Religion" und "All I want is Rock", die im "Raw-Mix" hinten drauf gepackt wurden, sei gesagt: Vollkommen unnötig, sie zerstören den guten Eindruck der vorangegangenen, fertigen Songs. 12 Nummern sollten reichen!

Nun, Axxis zeigen auf "Monster Hero", dass sie es auch 2018 noch voll drauf haben. Die überragende Mehrheit der Songs kommt aus der obersten Schublade. Es gab in der Vergangenheit meiner Meinung nach wesentlich schwächere Veröffentlichungen der Dortmunder, die ja im Mai 2014 auch in Telfs live überzeugen konnten. Daher: Daumen hoch und klare Kaufempfehlung!


Redakteur: Bernhard Schösser