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CD Review: Max von Milland - Bring mi Hoam

"Man sagt ja, die dritte Platte sei die schwerste. So war's auch." Das sagt Max von Milland von seinem neuen Album "Bring mi Hoam". Der Südtiroler Mundartsänger und Songwriter hat sich dabei der Authentizität verschrieben, die seine Fans so an ihm schätzen: "Das Einzige, was ich machen kann, ist doch, mich selbst zu verkörpern." Deswegen singt Max ja auch in seinem Dialekt - weil das Südtirolerische die Sprache ist, in der er fühlt. In der er nichts verklausuliert oder verändert wiedergibt.

Also konnte es auf seinem dritten Album "Bring mi Hoam" nur um eins gehen: Noch unverfälschter, noch offener zu sein. In den insgesamt 11 Liedern das zu thematisieren, was ihm wirklich auf der Seele lag. Da geht es "... und im Kühlschrank meine Schuach" über die Alzheimer-Erkrankung der Großmutter. Da ist "Herz über Bluat", die Vorab-Single, das politische Statement, das "Manifest der Menschlichkeit" gegen den Rechtspopulismus. Da gibt es das schmerzliche "Toal von ins" über Max' angespanntes Verhältnis zu seinem Vater - ein Text aber, in dem sich trotzdem jeder von uns darin wiederfinden kann.

Trotz Max' konkreter persönlicher Inhalte bleiben die Texte universell. Beispielsweise der Titelsong "Bring Mi Hoam", der ja nicht spezifisch Brixen oder München gilt und bei dem auch ein anderer, berühmter Südtiroler beteiligt ist - zumindest mit einer Tonspur: Reinhold Messner. "Heimat ist ein Gefühl. Das kann überall sein, wo man sich wohl fühlt. Es kann auch die Partnerin sein oder Freunde."


So ist das Album "Bring Mi Hoam" ein so konsequenter wie überzeugender dritter Schritt in der Selbstfindung und künstlerischen Entwicklung des Liedermachers Max von Milland! Übrigens erschienen am eigenen 0472-Label, das nach der Vorwahl von Brixen benannt ist. Insgesamt ist "Bring mi Hoam" ein musikalisch ruhiges aber umso stärkeres Teil mit tiefgründigen Texten. Auch wenn des Nordtirolers Ohrwascherl mit allzu viel Südtiroler Dialekt dann irgendwann doch ein wenig zu singen anfängt. Zumindest ist das die objektiv gestützte subjektive Meinung des Schreibers dieser Zeilen...

Live ist Max von Milland in Kürze 2x in Tirol zu Gast: Am 16. Jänner im Treibhaus in Innsbruck und am 18. Jänner in der Kulturfabrik in Kufstein! Nach dem tollen Auftritt im Hard Rock Café in Innsbruck im letzten Mai eine klare Konzertempfehlung!!

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Redakteur: Bernhard Schösser