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CD Review: Sugarbull - Wolfcry


Sugar Bull: Ein neuer Name in der Tiroler Musikszene, hinter dem allerdings einige bekannte Größen stehen. Martin Auer, Gitarre, und Busenfreund Christian Piller am Bass spielten schon seit der Zeit mit Hush in diversen Bands zusammen. Komplettiert mit Franz Heumader, No Bros Drummer der ersten Stunde am Schlagzeug, haben die drei Herren bereits mit den Vorgänger Combos "Poor Boy" und zuletzt mit "Sugar Daddy" CDs veröffentlicht. Neu in der Band der erprobten Tiroler Rockveteranen sind die junge, stimmgewaltige Sängerin Romina "Mina" Schmidlechner und an den Keyboards the one and only Andi Brunner.

Im März letzten Jahres spielte die Band im Hard Rock Cafe Innsbruck, weitere Gigs (unter anderem mit Basslegende Marco Mendoza im Livestage) folgten. Gleichzeitig wurden die Erstlingsscheibe "Wolfcry" in den Ambient Studios bei Manu Stix eingespielt und vier aufwändige Videos in der Dogana des Congress Innsbruck produziert. Klotzen, nicht kleckern also. Herausgekommen ist eine durchaus ansprechende Scheibe mit feiner Rockmusik, die inkl. dem Eagles Cover "House of the Rising Sun" neun Nummern und zwei Videos enthält.

Los geht's mit der Titelnummer "Wolfcry", ein grooviges Teil mit entsprechend lautmalerischem Wolfsgeheule unterlegt. Cool! Das Video dazu knackte übrigens in kürzester Zeit die 50.000er Marke auf Youtube! Track Nummer zwo, "Salvation", kommt dann mit funkigen Rhythmen und tollem Keyboardteppich angeflogen, das folgende "Before" ist eine kraftvolle Ballade, getragen von Minas außergewöhnlichem Gesang! Dass es im musikalischen Universum von Sugar Bull neben Wölfen auch Löwen gibt, beweist das rockige "Lion Show", dem sich das ebenfalls geschmeidig groovende "The River" anschließt. "Thunderstorm" offenbart sich dann wieder als stimmgewaltige Rockperle, einmal mehr von einer soliden Rhythmusfraktion und einem tollen Keyboard getragen! Titel Nummer sieben namens "Road" startet mit Steelguitar, unweigerlich kommt eine Anlehnung an Jon Bon Jovi und "Wanted Dead or Alive" vor dem inneren Auge hoch, ohne "Road" hier aber als Plagiat abtun zu wollen! Das schon erwähnte "House of the Rising Sun" ist dann tatsächlich eine Coverversion, wenngleich in einer ausgesprochen fein arrangierten Variante. Ich persönlich bin ja kein Freund von Neuaufgüssen bereits zu Tode gecoverter Nummern - eine weitere, eigene Perle der Zuckerbullen wäre mir subjektiv lieber gewesen, doch neidlos sei festgehalten: Diese Version kann was! "Over", getragen und rockig, macht den Sack dann endgültig zu (zumindest am Audioplayer).

Wie erwähnt sind "Wolfcry" und "Before" noch als Videos auf dem Silberling enthalten. Was nach mehrmaligem intensivem Hinhören bleibt, ist der Eindruck, dass Sugar Bull hier ein wirklich feines Stück Musik produziert haben. Verschiedene Bandbreiten im Spektrum "Rock" werden qualitätsvoll dargeboten, immer vom wirklich herausragenden Gesang von Mina Schmidlechner veredelt! Wolfcry gibt es mittlerweile auf allen Online-Plattformen zum Download. Der echte, in Würde mitgealterte Fan wird sich vermutlich trotzdem die CD leisten!

Redakteur: Bernhard Schösser