Wu Tengler

Was lange währt, wird endlich gut! So könnte man die Karriere der Wu Tenglers skizzieren. Im Oktober erblickte der erste Tonträger, „Burning Century“, das Licht der Welt. Ein tolles Album einer tollen Band! FREIZEIT-TIROL lud zur Vorstellung.

Stellt euch mal kurz vor, wie lange gibt es euch schon als Band?

Die Wu Tenglers kommen aus Kappl im Paznaun und machen mit klassischer Rockbesetzung (Alex / Vox & Gitarre, Hannes / Vox & Drums, Erwin / Vox & Leadgitarre und Werner / Vox & Bass) allerfeinsten und selbstgestrickten „Faltenrock“. In der derzeitigen Besetzung rocken die Wu Tenglers seit 2013, musiziert und gejammt wird jedoch bereits mit unterschiedlichen Mitgliedern und verschieden Namen seit über 20 Jahren.

Wu Tenglers, was hat es mit dem Bandnamen auf sich?

Das Wu ist zurückzuführen auf chinesische Zauberpriester, die sich durch das Singen und Tanzen in höhere Sphären begeben können. Tenglers kommt einerseits vom Paznauner Dialektwort Tengler (leicht bis mittelschwer alkoholisierter Zustand), andererseits vom tengeln (ein Arbeitsvorgang um eine Sense zu schärfen). Beides im Einklang verspricht einen schneidigen Sound, der die Band samt Publikum in andere Sphären katapultiert.

Was waren bis jetzt eure Highlights?

Puls 4 TV-Auftritt, Konzerte im Rockhouse Salzburg, dem legendären Graf Hugo Keller in Feldkirch sowie dem Prachtclub Conrad Sohm in Dornbirn.

Wie würdet ihr eure Musik charakterisieren?

Es ist schwer, unseren Sound in eine Schublade zu stecken. Am Ende ist es Rock, der durch Rockbands aus den 70er Jahre beeinflusst wird. Da unsere Songs allesamt durch das Jammen entstehen, bekommt jede Nummer ihre ganz eigene Charakteristik. Von harten Riffs mit fetten Gitarrensolos bis hin zu Layback-Scheiben im Paznauner Dialekt ist alles dabei.

Aktuell habt ihr mit „Burning Century“ eure erste CD veröffentlicht, was gibt es dazu zu sagen?

Es war ein hartes Stück Arbeit, das Album „Burning Century“ zu realisieren. Umso mehr freut es uns, das von Jay Hundert in Reith im Alpachtal produzierte Album endlich in unseren Händen zu halten und als CD und Vinyl der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Burning Century bringt auf den Punk, was wir die letzten Jahre geschaffen haben und ist sozusagen ein „Best of“ unserer Musik.

Wovon handeln eure Texte, was ist euch wichtig zu transportieren?

Unsere Texte sind manchmal melancholisch und dennoch leicht, rockig, laut. Sie handeln von unterschiedlichen und zum Teil aktuellen Themen des Lebens und bieten Raum für eigene Interpretationen und Gedankengänge.

Eure CD-Präsentation auf der Bühne im alten Kino in Landeck ist gerade ein paar Tage her, was plant ihr für weitere Live-Aktivitäten?

Planung ist derzeit ein sehr schwieriges Thema! Wir planen jedoch schon seit längerem, die Weltherrschaft an uns zu reißen ;) Wir stehen für Auftritte aber gerne und überall zur Verfügung! Das Ziel ist es, auf Festivals zu rocken!

Bleiben wir in Tirol, welche Bands findet ihr hier richtig „hot“?

Mothers Cake!

Famous last words?

Wir hoffen für alle, dass die Pandemie ein rasches Ende findet und niemand vergisst, wie großartig es vorher auf Musik- und anderen Veranstaltungen war, damit diese hoffentlich wieder zahlreich besucht werden! Cheers

Hier geht's zum CD-Review!

Intervew: Bernhard Schösser

Fotos: Bernhard Schösser