CD-Review: Klaubauf – Toifl an Tirolalond

Die "Ruach`n Roller" aus dem Zillertal melden sich mit neuer CD "Toifl an Tirolalond" und acht saustarken Dialektrock`n Roll Stücken an der Tonträgerfront zurück! Das Trio, das in klassischer "Motörhead-Besetzung" mit Sänger/Basser Tschak Gredler, Drummer Tommy C. Bacher und Gitarrero Bani Pfister bereits auf Platz drei beim Bandwettbewerb "Tirol Rockt!" 2014, auf zwei CD-Veröffentlichungen ("I" und "Ruach`n Roll") und jede Menge Liveauftritte in Österreich, Deutschland, Südtirol und Holland zurückblicken kann, präsentiert sich auf dem neuen Silberling gereifter und abgeklärter. Los geht`s mit "Ruachn-Fest", einer treibenden Rocknummer, die den bandeigenen (Lebens-)Stil eindrucksvoll wiedergibt. "Dschunglbeat" erfreut mit lässigem Trommelintro, dann heißt es "Alle miassn mit beim Dschunglbeat"! Sehr gelungen! "I bin I" liefert dann ein typisches Klaubaufgitarrenriff, ein Song über Schnee im Winter statt Schnee in der Nase. "Schutzengl" ist eine saustarke Halbballade über einen aktiven Schutzengel, tolle Nummer, super Text! Es folgt der Titelsong, der ist übrigens die auf zillertalerisch adaptierte Nummer "Devil in Fairy Land" der Band Schubert. Ja, das fegt so richtig, der No Bros Chef persönlich hat es sich nicht nehmen lassen, selbst das Solo einzuspielen. So gibt`s mit Bani Pfister tolle Duelle an der Sechsseitigen! Das folgende "Wia Sond" ist wieder etwas ruhiger, auch hier gibt`s von Tschak Gredler erneut einen tollen Text

"Da letzte freie Monn" handelt vom Aussterben der Indianer, wieder eine richtig coole Nummer mit brillierender Gitarre. Zum Abschluss gibt`s mit "Klaubauf (Version 2017)" eine weitere Supernummer der drei Zillertaler. Zusammengefasst: Eine klare Weiterentwicklung zum schon sehr guten Vorgänger ist erkennbar. Es lebt die Hoffnung, dass sich die Klasse der sympathischen Zillertaler herumspricht und entsprechende überregionale Konzerte und CD-Verkäufe folgen! Denn sind wir uns ehrlich: Wer außerhalb von Köln hat je verstanden, was BAP gesungen haben?

Text und Fotos: Bernhard Schösser