Austellung Alpine Grenzgänger

01.04.2022 – 28.02.2023

Die Überlebenskünstler*innen der alpinen Tier- und Pflanzenwelt!

Wie schaffen es Tiere und Pflanzen hoch in den Alpen zu überleben? Die zweite Ausstellung in der Weiherburg am Innsbrucker Alpenzoo stellt unter dem Titel „Alpine Grenzgänger. Über Leben im Extremen“ die Bewohner*innen der alpinen Tier- und Pflanzenwelt vor und erklärt, wie sie es schaffen am Berg zu überleben.

Überlebenskünstler*innen

In der neuen Ausstellung in der Weiherburg am Alpenzoo geht es für die Besucher*innen direkt auf 2.000 Meter und mehr. Ausgehend von der Waldgrenze führt der Rundgang über die alpinen Rasen bis ins Hochgebirge. Dabei begegnet man Gämsen, Murmeltieren und Steinadlern, aber auch haarigen Blumen, Schmetterlingen, die nicht fliegen können und Vögeln, die ihre Farbe wechseln.

Manche der vorgestellten Arten kommen sowohl in den Tiroler Alpen als auch im Himalaya oder in Sibirien vor. Der alpine Lebensraum ist dabei vor allem von außerordentlichen klimatischen Bedingungen geprägt und verlangt spezielle Strategien, die das Überleben der Tiere und Pflanzen sichern.

Wie also überstehen Tiere den harten Winter im Gebirge, halten Pflanzen einem abrupten Temperatursturz mit Eis und Schnee stand und schaffen es Fluginsekten, dem starken Wind nicht zum Opfer zu fallen? Dienen die Haare des Edelweiß‘ genauso zur Wärmegewinnung, wie das Fell der Wintergämse? Was lebt an Stellen, die nur wenige Wochen im Jahr frei von Schnee sind, oder gar auf den Gletschern selber? Mit unterschiedlichen extremen Beispielen erläutert die Ausstellung, wie sich Flora und Fauna an den alpinen Lebensraum angepasst haben und birgt dabei viele spannende Fakten für Jung und Alt.

Anschauen und Anfassen

Ausgewählte Streichelpräparate machen auch die neue Ausstellung im Naturkundemuseum am Alpenzoo zu einem besonderen Erlebnis für die ganze Familie. Zum Schneehasen, Murmeltier und Braunbären gesellt sich hier auch ein Tier, das nur äußerst selten in den Alpen anzutreffen ist: der „Ischgler Pinguin“. Das gezeigte Exemplar eines Königspinguins war einst im Wiener Zoo zuhause und hat es mit einem Augenzwinkern ebenfalls unter die „Alpinen Grenzgänger“ geschafft. Weniger zum Anfassen denn zum Anschauen sind wiederum die überlebensgroßen Modelle von Insekten. Sie lassen eine*n die sonst so kleinen Tiere mit anderen Augen sehen. Zu den übrigen Objekten zählen historische Pflanzensammlungen, Insektenpräparate und Fotos, die allesamt die widerstandsfähigen Protagonist*innen der Ausstellung repräsentieren. 

Preisverdächtig

Neben dem Start der neuen Ausstellung bietet auch die Nominierung für den Europäischen Museumspreis allen Grund zur Freude. So wurde das Naturkundemuseum vom European Museum Forum unter die Anwärter*innen um den renommierten Preis 2022 gewählt. Erst seit März 2021 werden die historischen Räume der Weiherburg von der Naturwissenschaftlichen Sammlung der Tiroler Landesmuseen in enger Kooperation mit dem Alpenzoo bespielt. Die Verbindung aus Museum und Zoo gilt dabei nach wie vor als innovatives Kooperationsprojekt, bei der Ausstellung soll jährlich ein neuer thematischer Schwerpunkt gesetzt werden. Nachdem sich die Premierenausstellung „Artenvielfalt Tirols. Ex und Neo“ als Besucher*innenmagnet erwies, lockt nun die zweite Schau „Alpine Grenzgänger. Über Leben im Extremen“ zum Besuch. Ob der begehrte Museumspreis endgültig nach Tirol geht, entscheidet sich von 4. bis 7. Mai 2022 bei der Preisverleihung in Estland.

Event Informationen

Termin:01.04.2022 – 28.02.2023
Eintritt:im Eintrittspreis des Alpenzoos enthalten
Adresse:Naturkundemuseum Weiherburg / Alpenzoo
Weiherburggasse 37
6020 Innsbruck
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