Skitourentipp: Schöberspitze (2.580m)

Aussichtsreiche Skitour im Wildlahnertal!

Das Schmirntal ist beliebt wegen lohnender Skitourengipfel, toller Aussicht und hat jede Menge „Klassiker“ zur Auswahl. Weniger bekannt ist die Schöberspitze, die wir (Wettersteiner Kollege Albert Erhart und ich) beide zum ersten Mal bestiegen. Talort ist Toldern im Schmirntal, hier findet man am Anfang des Wildlahnertals rechts (nach ca. 1 km bei einer Brücke) einen geräumigen Parkplatz. Los geht`s taleinwärts gleich links über einige Wiesen und durch leichtes Unterholz entlang des Sommerwegs hinauf. Diesen verlässt man nach der Waldgrenze und quert schräg rechts über die steilen Südhänge in Richtung der Schönlahnspitze. (bis auf 2.120m). Jetzt im flacheren Gelände weiter rechts haltend führt der Weg auf einen Sattel, über den man zuerst flach, dann ziemlich steil über einen Nordhang in die Scharte zwischen den beiden Schöberspitzen gelangt. Hier ist das Skidepot. Anschließend erfolgt der Aufstieg nach rechts über einen steinigen Hang zum West-Grat und weiter auf den Gipfel der Westlichen Schöberspitze (2580m). Ein toller Ausblick auf die umliegende Bergwelt, unter anderem mit Olperer und Großer Kaserer, ist der Lohn für die Anstrengung.

Abfahrt: Im Netz steht „Abfahrt wie Aufstieg“, was uns aber auf Grund der vom Gipfel erkennbaren Varianten wenig lohnend erschien. Wir fuhren daher nach dem Nordhang unterhalb der Scharte auf dem schon erwähnten Sattel nach links und hielten uns unterhalb des Gipfels ungefähr in der Mitte des Wildlahnertales. Hier gibt es einige tolle Hänge, jedoch gilt zu beachten, dass man nicht zu weit ins immer enger werdende Tal hineinfahren sollte, da es dann (wie in unserem Fall) zu skitechnisch wenig lohnenden Ausflügen ins Unterholz kommt. Besser ist es, weiter oben links zu queren, darauf sollte man trotz tollen Hängen achten! Diese Variante ist aber nur für geübte und experimentierfreudige Skifahrer empfehlenswert!

Zusammengefasst ist die Westliche Schöberspitze ein sehr lohnendes Skitourenziel. Die Tour ist aber aufgrund der teilweise steilen Hänge nur bei absolut sicheren Schneeverhältnissen ratsam. Und wie in unserem Fall Mitte Jänner bei Starttemperatur Minus 18,5 Grad am Parkplatz durch fast ausnahmslos schattigen Aufstieg ein Ausflug in den Gefrierschrank, obwohl uns die Sonne am Gipfel schien! (Datum der Tour: 10.01.2021)

Beste Jahreszeit: Jänner – März
Länge: 4,3 km
Höhenmeter: 1.060
Gehzeit: 2,5-3 Stunden
Kondition: Mittel
Schwierigkeit: 50%
Kartenmaterial: Alpenvereinskarte Nr. 31/5, Innsbruck-Umgebung

Text & Fotos: Bernhard Schösser

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