Wandertipp: Serles (2.717 m)

Spektakuläre Wanderung im Nahbereich von Innsbruck

Die Serles, aufgrund des markanten Gipfels auch „Hochaltar von Tirol“ genannt, gilt als spektakuläres Ziel im Nahbereich der Tiroler Landeshauptstadt. Eine Sage erzählt von einem wilden Ritter, der mit seinen beiden Söhnen wegen seines Jähzorns, seiner Härte und Grausamkeit von einem Bauer verflucht wurde. Versteinert muss König Serles nun mit seinen Söhnen als Nebengipfel dort ausharren, wo einst sein Schloss war.

Der Aufstieg kann sowohl vom Stubaital (Mieders), wie auch vom Wipptal (Maria Waldrast) aus erfolgen. Diese Variante wählten wir. Die Anreise erfolgt über die A12 bis Matrei am Brenner. Von der Autobahnabfahrt quert man durch den Ort entlang der Hauptstraße in Richtung Norden (Inntal) retour. An einer kleinen Kreuzung, fast am Ortsende (rechts geht die Römerstraße weg), biegt man links scharf bergauf und folgt der Beschilderung „Maria Waldrast“. Die Straße ist eine Mautstraße (aktuell € 6,00), zahlreiche Parkmöglichkeiten finden sich im Umfeld des Klosters Maria Waldrast (1.638 m). Dort startet man, vorbei am Kloster, bis zu einem Brunnen, der mit zahlreichen Wegtafeln versehen ist. Hier ist auch die Tour zur Serles angeschrieben, der markierte Weg 121, der hier links bei einem Gatter beginnt. Der Start durch den Wald ist relativ steil, bald erreicht man hohe, ausgewaschene und ausgetretene Wurzeln und quert durch Latschenfelder mehrmals Geröllrinnen. Nun wandert man auf gut erkennbarem und markiertem Weg durch die „Serlesgrube“ auf das schon von weitem sichtbare Serlesjöchl (2.384 m). Hier hat man eine tolle Aussicht auf das unten liegende Stubaital und seine beeindruckenden Berggipfel. Es geht in Aufstiegsrichtung rechts weiter, zur schwierigsten Stelle der Tour: Eine Eisenleiter und anschließend ein paar Sicherungsseile und Tritte sind unschwer zu bewältigen. Weiter bergauf, auf nun schmäleren Steigen, erreicht man den breiten Gipfelaufbau, über den man problemlos zum Gipfelkreuz gelangt. Hier bietet sich ein imposanter Ausblick über das Karwendelgebirge, die Stubaier Alpen, die Tuxer und Zillertaler Bergwelt bis hin zu den Dolomiten. Nicht zu vergessen die Landeshauptstadt Innsbruck, die einem quasi „zu Füßen“ liegt.

Der Abstieg erfolgt auf derselben, abwechslungsreichen Route wie der Aufstieg hinunter zur Kirche und dem Gasthof in Maria Waldrast.

 

Länge: 10,4 km

Höhenmeter: 1.080

Gehzeit: Aufstieg: 2,5-3 Stunden, Abstieg 2 Stunden.

Kondition: Mittel

Schwierigkeit: 40%

Kartenmaterial:Kompass Karte Nr. 83, Stubaier Alpen

HIER geht's zum GPS Track.

Text & Fotos: Bernhard Schösser

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